In der Apotheke muss ein Rezept mit dem Arzneimittel beliefert werden, das verordnet ist und darf nicht ohne weiteres ersetzt werden (Aut-Idem Verbot).

Allerdings sieht der Liefervertrag zwischen den Apothekern und den Krankenkassen (der Rahmenvertrag nach § 129 SGB V) viele Fälle vor, in denen der Apotheker / die Apothekerin ausdrücklich verpflichtet ist, das verordnete Medikament durch ein wirtschaftlicheres zu ersetzen (zu substituieren).

Voraussetzung dafür ist immer, dass der verordnende Arzt diese (mögliche) Substitution nicht im Vorwege durch das Setzen eines „Aut-Idem-Kreuzes“ ausschließt. Hat er das nicht getan, dann muss der Apotheker ….

… Arzneimitteln mit Rabattvertrag den Vorzug geben, vor entsprechenden nicht rabattierten Arzneimitteln (das kann zu kassenindividuellen Abgaberegeln führen) (§ 11 des Rahmenvertrages)

…bei Arzneimittel, bei denen mehrere austauschfähige Alternativen auf dem Markt sind, eines der vier günstigsten auswählen und taxieren (§ 12 des Rahmenvertrages).

Nichtberücksichtigung der Substitutionspflicht führt zu Retaxierungen der Rezepte, d.h. der Apotheker bekommt die Kosten des Arzneimittels von der Krankenkasse nicht ersetzt.

Hinweis: der „Austausch“ eines Arzneimittels durch das dazugehörige Importarzneimittel gehört ausdrücklich nicht unter die Überschrift Substitutionspflicht, sondern hier handelt es sich um einen separat geregelten Bereich im Rahmenvertrag.

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