Morbiditätsorientierter Risiko-Strukturausgleich (Morbi-RSA)

Morbiditätsorientierter Risiko-Strukturausgleich (Morbi-RSA)

= morbiditätsorientierter Risiko-Strukturausgleich. 2009 wurde das Finanzierungsystem der gesetzl. Krankenkassen komplett dahingehend geändert, dass alle Versichertenbeiträge (inkl. Arbeitgeberanteile) in einen gemeinsamen Topf fließen (Gesundheitsfonds) und von dort aus auf die Krankenkassen verteilt werden. Bei der Verteilung zählt neben der Zahl, dem Alter und dem Geschlecht der Versicherten nun auch die Morbidität der Versicherten als Zuteilungskriterium. Dabei sind 80 chronische Erkrankungen hinterlegt, bei deren Codierung die Krankenkasse einen Zuschlag auf die übliche Zuweisung erhält. Den auf diese Weise stattfindenden Risikoausgleich zwischen den Kassen (Risiko, weil unterschiedlich kranke Versicherte unterschiedlich teuer für die Versicherungen sind) nennt man „morbi-RSA“. Er ersetzt den alten RSA, der ausschließlich Alter und Geschlecht in einem gewissen Maß durch geringe Geldflüsse zwischen den Krankenkassen ausglich.

Seit Einführung dieser Finanzierung- / Geldverteilungssystematik haben die Krankenkassen ein hohes Interesse daran, dass die Ärzte chronische Erkrankungen der Versicherten korrekt codieren.

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23. Juni, 2015|