Kassenärztliche Vereinigung (KV)

Kassenärztliche Vereinigung (KV)

Kassenärztliche Vereinigungen (KV) sind in Deutschland gemäß § 77 Abs. 5 SGB V Körperschaften des öffentlichen Rechts, denen alle Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten angehören. Sie sind für die vertragsärztliche Versorgung der Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherungen zuständig. Zu den Kassenärztlichen Vereinigungen zählen auch die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV), denen die Vertragszahnärzte angehören.

Es gibt 17 kassenärztliche Vereinigungen entsprechend den Bundesländern, mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen, das in die KV Nordrhein und die KV Westfalen-Lippe unterteilt ist. Die mitgliederstärkste KV ist die KV Bayerns.

Auf Bundesebene bestehen gemäß § 77 Abs. 4 SGB V eine Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als oberstes Beschlussgremium, insbesondere für den Abschluss von Bundesmantelverträgen mit den Krankenkassenverbänden. Die Vertragsinhalte sind jeweils für die Ärzte und Zahnärzte bindend.

Die Aufgaben der KVen sind: die Sicherstellung der flächendeckenden ambulanten ärztlichen Versorgung, die Vertretung der Rechte ihrer Mitglieder gegenüber den Krankenkassen, die Überwachung der Erfüllung der den Vertragsärzten obliegenden Pflichten sowie die Honorarverteilung an die Vertrags(zahn)ärzte.

Die KVen sind für ihre Mitglieder Ansprechpartner für alle Bereiche der vertragsärztlichen Tätigkeit. Dies betrifft u. a. auch Fragen der Abrechnung, Verordnung, Wirtschaftlichkeit und Praxisführung. Ferner setzen sich die KVen regelmäßig für ihre Mitglieder berufspolitisch ein, etwa für die Wahrung der Freiberuflichkeit, die Niederlassungsfreiheit, das Recht auf freie Arztwahl und eine leistungsgerechte Honorierung der ärztlichen Tätigkeit

 

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23. Juni, 2015|