Hausarztzentrierte Versorgung (HzV)

Hausarztzentrierte Versorgung (HzV)

Die HzV ist eine selektiv-vertragliche Versorgungsform der gesetzlichen Krankenversicherung. Rechtsbasis ist § 73b SGB V. Der Versicherte kann sich freiwillig in diese Versorgungsform einschreiben: damit verpflichtet er sich, in allen Fällen zunächst einmal seinen (festgelegten) Hausarzt zu konsultieren, der ihn dann ggfs. an andere Fachärzte weiter überweist. Jede Krankenkasse bietet einen HzV-Vertrag an, der im Detail aber vor allem für die teilnehmenden Ärzte unterschiedliche Bedingungen enthält – vor allem unterschiedliche Abrechnung. Typisch ist jedoch die Abrechnung mit Quartalspauschalen (statt einzelner EMB-Ziffern). Auch für die Vertragsärzte ist diese Versorgungsform freiwillig.

Bestandteil einiger HzV-Verträge ist auch die verpflichtende Nutzung bestimmter Software der jeweiligen Krankenkasse, die dem Arzt deutliche Hinweise für seine Pharmakotherapie gibt. Arzneimittel, für die die Krankenkasse Rabattverträge abgeschlossen hat, sind in dieser Software besonders gekennzeichnet und sollen von dem Vertragsarzt bevorzugt eingesetzt werden. Dafür erhält er dann teilweise extra Boni.

Die Verbreitung von HzV-Versorgung ist durch die unterschiedliche Attraktivität der von den Kassen angebotenen Verträge regional sehr unterschiedlich.

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23. Juni, 2015|