Gesamtvergütung

Gesamtvergütung

ist in § 85 SGB V definiert: Die Krankenkasse entrichtet nach Maßgabe der Gesamtverträge an die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung mit befreiender Wirkung eine Gesamtvergütung für die gesamte vertragsärztliche Versorgung der Mitglieder mit Wohnort im Bezirk der Kassenärztlichen Vereinigung einschließlich der mitversicherten Familienangehörigen.

Verhandlungspartner sind die Landesverbände der Krankenkassen und die KVen. Die Gesamtvergütung ist letztlich die Summe des Geldes, das die Krankenkassen für die ambulante Versorgung in der GKV zahlen. Mit befreiender Wirkung heißt, dass es keine Nachschußpflicht seitens der Krankenkassen gibt.

Die Gesamtvergütung unterteilt sich in zwei Bereiche: in die MGV (morbiditätsbedingte Gesamtvergütung) und die ELV (Einzelleistungsvergütung). In den MGV sind alle budgetierten Leistungen und Kosten, die durch Ärzte oder ärztlich geleitete Einrichtungen mit Ermächtigung erbracht werden, sowie die Freien Leistungen (Bereitschaftsdienste, dringende Besuche) enthalten. Die ELV werden mit den Krankenkassen einzeln abgerechnet und 1:1 vergütet. Hierzu gehören z.B. Dialysesachkosten, Gefäßkatheter, aber auch die Abrechnung von Modellvorhaben, HzV und DMP.

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17. August, 2015|